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Ein Ghostwriter spielt Sherlock Holmes
Unser Ghostwriter besorgt sich eine Karte der Insel und beginnt nach dem Strand zu suchen, an dem man seinen Vorgänger gefunden hatte. Tatsächlich erfährt er bald von einem alten Inselbewohner, dass mit diesem Tod etwas nicht stimmen kann – wäre der Tote von der Fähre gefallen, so könnte er nicht an gerade dieser Stelle der Insel angeschwemmt worden sein; und in jener Nacht war das Licht von Taschenlampen am Strand zu sehen, allerdings bevor die Leiche gefunden wurde. Die Sache beginnt also ein wenig nach einem ausgewachsenen Kriminalfall zu schmecken.
Unser Ghostwriter erzählt beide Ereignisse – die Telefonnummer Rycarts auf einer Fotografie, die sein Ghostwriter-Vorgänger gefunden hatte, und die Erzählungen des Nachbarn von den Taschenlampen-Lichtern in der Nacht, als eben jener Vorgänger tot am Strand gefunden wurde, - Ruth Lang, also der Gattin des Ex-Premierministers, die ganz offensichtlich erheblich verwirrt darob wirkt. In diesem Zustand gelangt sie dann auch noch in sein Schlafzimmer, wo sie gleich die Nacht verbringt und am Morgen immer noch im Bett liegt.
Dazu muss man allerdings noch wissen, dass unser Ghostwriter schon am Anfang seiner Bekanntschaft mit den Langs den Verdacht hatte, dass der Ex-Premierminister ein Verhältnis mit seiner engsten Mitarbeitern hat. Wie auch immer – seine Gattin kündigt die Scheidung an. Das Sex-Abenteuer unseres Ghostwriters mit der Gattin seines Auftraggebers wirkt sicher auf die meisten Leser ein wenig deplatziert – eben wie eine Zutat, die man aus dem Handbuch des Thriller-Autors genommen hat, um das Schema Sex and Crime zu erfüllen.
Fortsetzung ...
Rezension zu Robert Harris, Ghost, München: Wilhelm Heyne Verlag 2007, 398 Seiten (Original The Ghost, London: Hutchinson 2007)
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