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Ein Ghostwriter und eine dunkle Vergangenheit
Bald wird klar, dass der Auftraggeber unseres Ghostwriters die USA nicht mehr verlassen kann, weil die USA eines der ganz wenigen Länder sind, die den Internationalen Strafgerichtshof nicht anerkannt haben, so dass ihm dort keine Verhaftung droht. Und in der Tat, die Chefanklägerin ist sehr bald bevollmächtigt, Ermittlungen gegen den ehemaligen Premierminister einzuleiten. Nun, der reist ab, um in Washington so tun, als ob nichts geschehen wäre.
Und nun geschieht endlich etwas, das die Sache ein wenig geheimnisvoller macht. Unser Ghostwriter durchstöbert die übriggebliebenen Sachen seines Vorgängers im Job und findet einen Umschlag mit Fotografien aus der Zeit, als der Premierminister noch in Cambridge war und sich dort vor allem als Schauspieler hervortat. Er findet heraus, dass die Erzählung, seine künftige Frau habe ihn zur Politik gebracht, um sie zu erobern, nicht so ganz stimmen kann, und er findet eine Telefonnummer auf einer Fotografie, die, als er sie auf gut Glück anruft, sich als diejenige eben jenes Ex-Außenministers herausstellt, der dem Internationalen Strafgerichtshof die belastenden Unterlagen über seinen Ex-Premierminister übergeben hatte – ein gewisser Richard Rycart.
Nun erwartet der Leser, dass die Geschichte ein wenig Fahrt aufnehmen möge und so etwas wie Spannung entstehen könnte, denn bisher war davon recht wenig zu erkennen. Aber eine geheimnisvolle Verwicklung des Ex-Ghostwriters in dunkle Geschäfte war abzusehen, und eigentlich entsteht auch keine Handlung, die man als spannend bezeichnen könnte.
Fortsetzung ...
Rezension zu Robert Harris, Ghost, München: Wilhelm Heyne Verlag 2007, 398 Seiten (Original The Ghost, London: Hutchinson 2007)
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