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... und unser Ghostwriter gerät in einige Probleme
Leider glückt es dem Autor nicht ganz, aus diesem Anfang eine wirklich spannende Geschichte zu entwickeln. Das hängt vor allem mit dem viel zu langen Mittelteil des Buches zusammen, der leider auch bald ein wenig langweilig wird.
Als er in dem Haus des Verlegers von Adam Lang auf der winterlichen Insel Martha´s Vineyard ankommt, bemerkt unser Ghostwriter sehr schnell, dass das bereits vorhandene Manuskript nicht eben brauchbar ist – es fühlt sich falsch an, „als befände sich in seinem Zentrum ein Hohlraum.“ Das Ganze ist ein zusammengestückelter Text aus verschiedenen Quellen, und so war „ein Haufen Nichts“ entstanden. Bald zeigt sich auch, was der erste Ghostwriter falsch gemacht hatte: er hatte sich in endlose Archivarbeiten vertieft und das vergessen, was eine gute Biografie ausmacht – der neue Ghostwriter nennt es: Herz.
Seine eigene Arbeitsweise beschreibt er an einer Stelle so: er deckt sich zunächst mit allen Informationen ein, die Google so zu bieten hat, und dann setzt er sich mit seinem Auftraggeber und einem Tonband eine Woche lang zusammen, und das genügt für ihn. Wir haben es offenbar mit einem nicht sehr sorgfältigen und auch ein wenig skrupellosen Ghostwriter zu tun.
Fortsetzung ...
Rezension zu Robert Harris, Ghost, München: Wilhelm Heyne Verlag 2007, 398 Seiten (Original The Ghost, London: Hutchinson 2007)
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