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... und ein anderer Ghostwriter erhält einen merkwürdigen Auftrag
Der Autor macht uns aber auch schnell klar, dass es sich um eine Geschichte in Zeiten des Terrors handelt – kaum kommt unser Ghostwriter von der Besprechung mit seinem Agenten Rick Riccardelli, schon gerät er in den Wirrwarr in den Straßen von London, den eine Bombenexplosion in einer U-Bahn-Station verursacht hat.
Im Gespräch mit seiner Freundin wird darüber hinaus schon der Verdacht gesät, dass jener Premierminister vielleicht kein weißes Schaf unter den Politikern gewesen sein könnte; es fällt sogar der Ausdruck ‚Kriegsverbrecher’. Übrigens ist unser Ghostwriter keineswegs auf Politiker-Biografien spezialisiert, und genau das versucht er dem Verlag als seine besondere Befähigung für gerade diesen Auftrag deutlich zu machen. Dann aber zeigt sich der Pferdefuß: der Auftrag soll innerhalb eines Monats erledigt sein – was für gerade unseren Ghostwriter spricht, denn er ist – schnell, und er soll eine Viertelmillion Dollar dafür bekommen, wofür man in der Regel bereit ist, sogar sehr, sehr schnell zu sein.
Aber der Leser wird noch auf andere Merkwürdigkeiten hingewiesen. Der Verleger hatte seinem Autor – dem Ex-Premierminister - und dessen Ghostwriter ein bewachtes Haus auf Martha´s Vineyard zur Verfügung gestellt, also auf einer Insel vor der Ostküste der USA, und im Gespräch meint einer der Beteiligten, das klinge ja mehr nach einer Bombe als nach einem Buch.
Fortsetzung ...
Rezension zu Robert Harris, Ghost, München: Wilhelm Heyne Verlag 2007, 398 Seiten (Original The Ghost, London: Hutchinson 2007)
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