Alles beginnt mit einem toten Ghostwriter...
Der Anfang des Buches ist unter diesen Aspekten durchaus vielversprechend. Zunächst verschwindet ein britischer Ghostwriter in den USA, und es handelt sich ausgerechnet um den Angehörigen der geheimschreibenden Zunft, der für jenen pensionierten Premierminister gearbeitet hatte. Jener tote Ghostwriter sollte dem ehemaligen Premierminister bei der Abfassung seiner Memoiren helfen.
Mit dieser Erzählung beginnt der Roman, und der Autor führt schon hier Spannung ein, als er seinen Helden gleich am Anfang darüber sinnieren lässt, dass er eigentlich schon zu diesem Zeitpunkt aufstehen und gehen hätte sollen. Der Leser ahnt es schon: der Ich-Erzähler wird der neue Ghostwriter jenes Politikers sein.
Und er ist ein besonders reflektierendes Exemplar dieser Zunft. Ganz zu Anfang des Buches plaudert er über seine Freiheit, für eine kurze Zeit jemand anders zu sein, und weiß auch, dass er seinen Kunden bisweilen ein Leben gibt, „von dem sie nicht einmal wussten, dass sie es so überhaupt geführt hatten.“ Kurzum: der Held sieht sich als Künstler – mehr oder weniger.
Fortsetzung ...
Rezension zu: Robert Harris, Ghost, München: Wilhelm Heyne Verlag 2007, 398 Seiten (Original The Ghost, London: Hutchinson 2007)
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