Robert Harris´ Geschichte eines Ghostwriters – ein Fazit
Wir haben am Schluss also nochmals den Versuch vor uns, einer Geschichte Spannung zu verleihen, die aus sich selbst heraus nicht so recht spannend werden wollte. Sicherlich sollte man von einem solchen Buch keine literarischen Höhenflüge erwarten. Aber hat es gut und intelligent unterhalten ? Dass der Rezensent daran zweifelt, ist sicherlich schon deutlich geworden. Das Buch hat sehr viele Längen; es kommt erst spät auf Touren, und auch dann bleibt die Spannung gering.
Positiv lässt sich allerdings sagen, dass Harris die übliche Hektik solcher Bücher sehr geschickt vermeidet. Sein Buch ist wohltuend konsistent und zusammenhängend erzählt und springt nicht zwischen dreihundert Schauplätzen hin und her. Diese Konzentration tut dem Buch gut, und man könnte deshalb geneigt sein, das relativ geringe Spannungsniveau zu verzeihen. Sollte ein Buch mit einem solchen aktuellen politischen Thema aber nicht versuchen, sich mit der wichtigen Frage näher zu befassen, was im Kampf gegen den Terror erlaubt ist und was nicht ? Daran lässt Harris es leider fast gänzlich fehlen. Insofern fällt sein Buch doch sehr ab, wenn man es mit ähnlichen Büchern vergleicht.
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