|
Ein Ghostwriter wechselt die Seite ...
Daraufhin ruft unser Ghostwriter jenen früheren Außenminister Rycart an, dessen Telefonnummer ihm sein Vorgänger hinterlassen hatte und der die Beschuldigungen gegen Adam Lang auf den Weg gebracht hatte. Der bestellt ihn nach New York, wo er unter falschem Namen eincheckt und ein neues Handy erhält, mit dem strikten Verbot, sein eigenes zu benutzen.
Der Leser hat allerdings den Eindruck, dass diese Umständlichkeiten nur aufgesetzte Spannungselemente sind, die leider ein wenig gekünstelt wirken. Wie auch immer - dort trifft er schließlich tatsächlich den besagten Rycart. Von ihm erfährt er, dass er ein Memorandum des damaligen Premierministers Lang an den Verteidigungsminister besitzt, in dem festgehalten ist, dass britisches Militär jene britisch-pakistanischen Bürger festnehmen und an die CIA übergeben sollten – eben das hatte er von dem Mike McAra erhalten, der der Vorgänger unseres Ghostwriters und engster Mitarbeiter von Adam Lang war.
Jener McAra hatte ihm noch weitere Informationen versprochen, wozu der Schlüssel sich in Langs Autobiografie finden lasse, und die Lösung ‚am Anfang’ liege. Dann allerdings war McAra tot und Rycart hörte nichts weiter. Und jener Emmett, mit dem Lang in seiner Cambridge-Zeit in Verbindung stand, war CIA-Agent ... Und nun wird natürlich sehr leicht verständlich, warum das Vereinigte Königreich so intensiv die Politik der USA unterstützt hat, etwa im Nahen Osten, bei einem Raketenabwehrsystem auf britischem Boden, und, und ...
Fortsetzung ...
Rezension zu Robert Harris, Ghost, München: Wilhelm Heyne Verlag 2007, 398 Seiten (Original The Ghost, London: Hutchinson 2007)
***
Alle Rechte an diesen Texten liegen bei der Beratung für Autoren GbR, Ettlingen 2010 (siehe Impressum auf der Seite ‘Kontakt’). Eine Reproduktion in irgendeiner Form ist nicht gestattet, es sei denn mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung durch die Inhaberin der Rechte.
|
|