Ghostwriter und noch mehr Ghostwriter ...
Wie dem auch sei – der Artikel von Rainer Schmitz in seinem Buch „Was geschah mit Schillers Schädel? Alles, was Sie über Literatur nicht wissen“ bietet eine Fülle von Material für solche Diskussionen über Autorschaft und Ghostwriting.
Manche Fälle sind weitgehend bekannt, aber es gibt auch Entdeckungen von Ghostwriting-Fällen, die kaum jemand kennt. Der Hinweis auf Kafka als geheimen Versicherungsschriftsteller wird manchen amüsieren. Als Vizesekretär der Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt für das Königreich Böhmen gehörte es zu seinen Aufgaben, Reden für seine Vorgesetzten zu schreiben – natürlich ohne Angabe des wirklichen Autors. Der ‚Fall Brecht’ hätte vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit verdient.
Der Artikel kann natürlich keine umfassende Geschichte des Ghostwriting ersetzen, die es bis heute nicht gibt. Das ist in einem Buch auch nicht zu erwarten, dessen Anspruch in erster Linie auf die Unterhaltung eines literarisch interessierten Publikums abzielt. In diesem Rahmen ist der Text aber interessant und lesenswert.
***
Alle Rechte an diesem Text liegen bei der Beratung für Autoren GbR, Ettlingen 2009. Eine Reproduktion in irgendeiner Form ist nicht gestattet, es sei denn mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung durch die Inhaberin der Rechte.
|