Ghostwriter in verschiedensten Variationen
Rezension zu: Schmitz, Rainer, Was geschah mit Schillers Schädel? Alles, was Sie über Literatur nicht wissen, Frankfurt/Main 2006
Neben vielen anderen unterhaltsamen Einträgen aus allen Bereichen der Literatur findet sich in diesem umfangreichen Buch, das in der Art eines Lexikons verfasst wurde, auch eine kurze Geschichte des Ghostwriting, die allerdings mit Sicherheit keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben will (S. 532-550).
Man kann aber mit gutem Grund daran zweifeln, dass der erste bekannte Ghostwriter – Gott gewesen sei, wie Schmitz lapidar behauptet. Dafür ist der Hinweis darauf, dass Gott Moses die zehn Gebote diktiert habe, nicht ausreichend.
Jeder weiß, dass diese Gebote eben nicht von Moses stammten, auch wenn man später in manchen Zusammenhängen ganz selbstverständlich von den Gesetzen des Moses sprach. In dieser Hinsicht war die Funktion des Moses doch mehr der eines Sekretärs zu vergleichen – mehr oder weniger.
Fortsetzung ...
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