Ein erster und ein zweiter Ghostwriter
Der zweite prospektive Ghostwriter bei den Abendgesellschaften des Freiherrn von Münchhausen war Gottfried August Bürger, der heute in Deutschland als eigentlicher Verfasser der Münchhausen-Geschichten im Sinne des Autors gilt.
Die Pointe daran ist jedoch, dass es eigentlich jener mutmaßliche Münzdieb Rudolf Erich Raspe war, der die Münchhausen-Geschichten zum ersten Mal – anonym und weitgehend als Ghostwriter - in einer Form publizierte, die heute bekannt ist. Allerdings gab es zuvor schon eine deutsche Anekdotensammlung von einem unbekannten deutschen Autor.
Darüber hinaus benutzte Raspe jedoch verschiedene Quellen über die Geschichten des Freiherrn von Münchhausen, und man kann keineswegs ausschließen, dass er einige Geschichten selbst erfunden hat oder sie doch zumindest in eine gefällige und spannendere Form brachte. Er war eben ein Ghostwriter, der das Buch schreiben konnte, welches der Freiherr von Münchhausen nicht verfassen wollte oder konnte.
Fortsetzung ...
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