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Die allzu verspätete Satire und das Scheitern eines Ghostwriters
Der Autor des wirklichen Buches füllt einen großen Teil dieser verbleibenden Seiten mit der Wiedergabe des E-Mail-Verkehrs zwischen dem Verlag und der schönen Rachel, wobei die vermeintlich von der Schönen geschriebenen Texte natürlich alle von unserem Ghostwriter stammen. Am Schluss hat der Ghostwriter also das ganze schlechte Buch geschrieben, und die Schöne kassiert das ganze gute Geld, denn das Buch wird tatsächlich ein Bestseller und Rachel eine Berühmtheit.
Man ist sicher bereit, darüber hinwegzusehen, dass hier einiges nicht mehr zusammenpasst und der Realitätsgehalt auch im Zusammenhang einer Satire zu weit verlassen wird. Wer einen James-Bond-Film genießen will, der muss auch akzeptieren, dass der Held von einem Regiment Maschinengewehrschützen nicht getroffen wird, während er selbst mit einem einzigen Schuss gleich mehrere Gegner ausschaltet. Hier sollte man nicht zu kritisch sein. Schwerer wiegt, dass sich auch in diesen Schlussteil noch zahlreiche Passagen mengen, die wiederum nur als freie Assoziationen des Autors erklärt werden können.
Fortsetzung ...
Rezension zu Klaus Modick, Bestseller, Frankfurt/Main: Eichborn Verlag 2006, 272 Seiten
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