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Der Ghostwriter und was der Buchmarkt sein soll ...
Von vielen Menschen wird der Buchmarkt immer noch als ein Aufeinandertreffen von Angebot und Nachfrage angesehen, das nicht so funktionieren sollte wie die Märkte für Kühlschränke, Rohöl oder Währungen. Das gilt sowohl für den Bereich der Belletristik als auch für den der Sach- und vor allem der Fachbücher. Man fordert, hier sollten in erster Linie Maßstäbe literarischer Qualität und wissenschaftlicher Seriosität entscheidend für die Publikation und den Erfolg von Büchern entscheidend sein.
Zumindest aber sollten sich Bücher durch Authentizität auszeichnen, was die Tätigkeit der Ghostwriter weitgehend ausschließen müsste – es sei denn, Ghostwriter könnten Autoren gerade dabei unterstützen, authentische Bücher zu verfassen, was interessante und spannende Texte ja keineswegs ausschließt.
Jeder Zeitgenosse, der sich nur ein wenig auf dem Markt für Bücher auskennt, weiß, dass Angebot und Nachfrage hier ganz anders funktionieren als es einem solchen Ideal entsprechen könnte, und das unabhängig davon, ob man an diesem Markt als Ghostwriter teilnimmt oder nicht.
Fortsetzung...
Rezension zu Klaus Modick, Bestseller, Frankfurt/Main: Eichborn Verlag 2006, 272 Seiten
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