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Mr Shakspeare, Mr Shakespeare und ein Ghostwriter?
Ghostwriter oder nicht Ghostwriter – das ist hier die Frage
Die Frage, ob hinter William Shakespeare ein Ghostwriter stand, hat in den vergangenen Jahrhunderten viele Menschen mit Interesse an englischer Literatur beschäftigt. Die Geschichte von Shakespeares möglichem Ghostwriter beginnt so. Am 23. April 1564 wurde in Stratford ein Mann mit dem Namen Shakspeare (oder Shakspere) geboren. In der dortigen Henley Street wird heute noch sein angebliches Geburtshaus gezeigt, in dem er allerdings mit großer Sicherheit nicht geboren wurde. Die Schreibweise des Namens ohne „e“ vor dem „s“ ist übrigens kein Tippfehler, er stand so im Geburtsregister und er wurde später auf dem Grabstein dieses Mannes eingemeißelt. Keineswegs war also der eine der Ghostwriter des anderen. Mr Shakspeare heiratete am 28. November 1582 eine Miss Anne Hathway, obwohl er am Tag zuvor beantragt hatte, eine Miss Anne Whateley heiraten zu dürfen. Wie immer seine Gründe für diesen raschen Sinneswandel waren (möglicherweise handelte es sich allerdings um die selbe Person), der nun Ehemann gewordene Mr Shakspeare tauchte 1587 in London auf, allerdings ohne Ehefrau. Danach hört die Nachwelt nichts mehr von ihm, bis er 1592 als Schauspieler genannt wird. Von einem Ghostwriter ist hier allerdings noch nicht die Rede. Die nächste Nachricht ist der Erwerb eines Grundstücks in Stratford im Jahr 1597, außerdem wird er nun Schauspieler und Theatermanager genannt. Im Jahr 1610 (oder vielleicht auch erst 1613) hält er sich wieder in Stratford auf und sein Name erscheint in Zusammenhang mit Immobilien- und Finanzgeschäften. 1616 berichten die Annalen vom Tod des Mr Shakspeare.
Von einem Mr Shakespeare (mit „e“ vor dem „s“) sind die folgenden Zeilen überliefert:
Not from the stars do I my judgment pluck,And yet methinks I have astronomy,But not to tell of good or evil luck,Of plagues, of dearths, or seasons' quality;Nor can I fortune to brief minutes tell,'Pointing to each his thunder, rain, and wind,Or say with princes if it shall go wellBy oft predict that I in heaven find.But from thine eyes my knowledge I derive,And, constant stars, in them I read such artAs truth and beauty shall together thriveIf from thyself to store thou wouldst convert; Or else of thee this I prognosticate, Thy end is truth's and beauty's doom and date. Fortsetzung nächste Seite ... Seite 1 Seite 2 Seite 3 Seite 4 Seite 5 Seite 6 |
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