Das Vorbild für den Ghostwriter Cyrano in der wirklichen Welt
Wer das Theaterstück oder den Film über den romantischen Ghostwriter Cyrano de Bergerac sieht, ist sich in der Regel nicht bewusst, dass es einen Mann dieses Namens wirklich gegeben hat. Er hieß eigentlich Hercule Savinien de Cyrano (nach anderen Quellen war sein erster Vorname allerdings Hector). Sein Großvater war Kaufmann und hatte es zu genügend Wohlstand gebracht, um sich in den Adel einkaufen zu können, was zu dieser Zeit dadurch zu bewerkstelligen war, dass man sich ein öffentliches Amt kaufte, was dem König Geld einbrachte und dem Käufer Ehre. Gekauft wurde dann auch der Namenszusatz ‚de Bergerac’. Das war zu erreichen, indem man ein Landgut kaufte, das früher eine adlige Familie besaß.
Als Cyrano de Bergerac 1619 in Paris geboren wurde, gehörte die Familie also bereits seit einigen Jahrzehnten dem Adel an und besaß die finanziellen Mittel, auch noch dem vierten Sohn Hercule (oder Hector) zunächst eine standesgemäße Ausbildung und dann das Leben eines reichen Müßiggängers zu finanzieren.
Von der Tätigkeit eines Ghostwriters war der junge Hercule also sehr weit entfernt. Allerdings war er bald gezwungen, sich nach einer einträglichen Beschäftigung umzusehen, denn seinem Vater hatte die Zugehörigkeit zum Adel nicht die notwendige Geschicklichkeit in finanziellen und ökonomischen Angelegenheiten verschafft, die für ein gemütliches Leben des vierten Sohnes erforderlich gewesen wäre. Der nämliche musste deshalb bald das eher ungemütliche Leben eines Soldaten und Offiziers in einem Garde-Regiment führen.
Fortsetzung ...
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