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Ein Ghostwriter leidet und schweigt
Damit aber beginnt die tragische Wendung. Der Graf Guiche rächt sich, indem er seinen Nebenbuhler und dessen ganzes Regiment an die Front des ausgebrochenen Krieges schickt. Eigentlich sind es sogar beide Nebenbuhler, also Christian und Cyrano. Der letztere erweist sich wieder als der wahre romantische Held des Verzichts und schmuggelt weiter vermeintliche Briefe von Christian an Roxane, die deren Liebe zu neuen Höhen führen. Unglücklicherweise bringt sie das dazu, auf gefährlichen Wegen zu ihrem Mann im Feld zu kommen und ihm zu versichern, dass sie ihn allein wegen seiner inneren Werte liebe, die sie aus seinen Briefen unmissverständlich habe erkennen können. Christian kann nicht länger mit dieser Unwahrheit leben und will Roxane über die wahre Urheberschaft seiner Briefe aufklären.
Dazu kommt es allerdings nicht mehr, weil ihn der Krieg hinwegrafft und er bald überhaupt nicht mehr lebt. Nun wäre für einen Hollywood-Film wohl der Weg für Cyrano frei – aber wir sind nicht in einem Film. Cyrano bewahrt seinen Edelmut und schweigt. Roxane würde sonst das Andenken an ihren vermeintlich so tief empfindenden und sich auch noch so schön ausdrückenden Gatten verlieren müssen. Vielleicht ist Cyrano aber auch deutlich geworden, dass es ihm nicht gerade zum Vorteil gereichen würde, wenn Roxane entdecken müsste, dass er es nur gewagt hatte, sich ihr als Ghostwriter zu nähern, statt offen als ihr Verehrer und als Liebender aufzutreten.
Fortsetzung ...
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