Ein schüchterner Ghostwriter
Seine Karriere als Ghostwriter hat jedoch nicht damit zu tun, sondern geht auf seine unglückliche Liebe zu seiner Cousine Roxane zurück. Und hier muss man wissen, dass unser Ghostwriter nicht nur ein Degen- und Maulheld ist, sondern auch noch ziemlich schüchtern, so dass ihm der Mut fehlt, um Roxane zu werben.
Wie bei den meisten Menschen geht dieses Problem auch bei Cyrano de Bergerac auf die Angst vor Enttäuschung und Zurückweisungen zurück. Es kommt, wie es kommen muss: die schöne Roxane verliebt sich in einen anderen Mann, der noch dazu ein Kollege von Cyrano als Offizier bei den Gascogner Kadetten ist.
Und an dieser Stelle wird Cyrano zum Ghostwriter. Es zeigt sich, dass unser Held nicht nur ein Degen- und Maulheld ist und dazu reichlich schüchtern, sondern ist auch ein begabter Dichter, der es versteht, romantische Gefühle so in Worte zu flechten, dass die Adressatin nicht anders kann, als sich in den Poeten zu verlieben.
Es erweist sich aber als fatal, dass Cyrano diese Begabung nun nicht in eigener Sache ausnutzt. Er leiht seine poetische Feder vielmehr seinem Nebenbuhler, also jenem Kollegen mit dem Namen Christian Baron de Neuvillette. Mit anderen Worten: er schreibt Roxane glühende Liebesbriefe, als deren Absender sich aber Christian ausgeben darf.
Fortsetzung ...
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